Aus der Pfarrgeschichte

Alter und Umfang der Pfarrei
Die Kirche in Salm ist erstmals erwähnt, als Johann von Salm (wohl ein Mann von niederem Adel) von Heinrich Herr von Manderscheid-Kerpen 1238 als Burglehen die Burgwiese und einen Hof unterhalb der Kirche erhalten hatte. Das Patronat übt die Familie von Manderscheid-Kerpen aus. In der "Taxa generalis" von 1330 und in dem Register von 1389 wird die Kirche zu einer relativ günstigen Steuer von 12 Schillinge angeschlagen. Eingegliedert ist sie dem Dekanat Kyllburg, später gehört Salm zum Kanton Gerolstein (Sarresdorf, 1808). Im Jahr 1827 kommt die Pfarrei zum Dekanat Daun, 1924 zum Dekanat Gerolstein, 1974 zurück zum Dekanat Daun. Die kleine Pfarrei, umgeben von Großpfarreien wie Sarresdorf im Norden, Steinborn im Osten und Mürlenbach im Westen, verdankt ihr Dasein denen von Manderscheid und einem Edelmann von Salm, dem oben genannten Johann von Salm. Ihr Bestand ist gewährleistet zum Einen durch die direkte Angrenzung an die kölnische Erzdiözese, zum Andern durch die verzwickten Herrschaftsverhältnisse, da sie vom Adel in die Reihe der Pfarreien eingestuft wurde.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts erhält die Pfarrei Salm bedeutenden Zuwachs, indem Wallenborn, vorher in der kölnischen Erzdiözese (Pfarrei Sarresdorf), ihr im Jahr 1802 zugeteilt wird. Wallenborn, längst an Selbständigkeit gewöhnt, fügt sich nur schwer. Schon im Jahre 1687 war der Pfarrer von Sarresdorf gebeten worden, an Sonntagen die Hl. Messe in Wallenborn zu lesen; doch dieser entgegnete, sie könnten ja nach Salm zur Kirche gehen! Nachdem seit 1715 eine Kaplanei in Walienborn bestanden hatte, sollen jetzt, im Jahre 1802, die Worte des Pfarrers Wirklichkeit werden! Ernstlich entbrennt der Kampf 1825 bis 1827: dauernd werden Eingaben an das Bistum in Trier gereicht, 1825 mit den Unterschriften sämtlicher Einwohner, dahingehend, von Salm loszukommen. Aber alles hilft nichts; die Behörde gibt nicht nach. In der Folge hat der Pastor es nicht leicht, da er an Sonn- und Feiertagen stets in beiden Orten die Hl. Messe feiern mu?

Pfarrkirche
Von der 1238 erwähnten Kirche hören wir vier Jahrhundete kein Wort. Erst 1640 wird das Schweigen gebrochen, da heißt es nämlich: "...die Kirche ist instandzusetzen...". Es ist fraglich, ob etwas unternommen worden ist, denn 1713 wird Klage geführt über den ruinösen Zustand des Gotteshauses. 1743 und 1777 nennt allerdings der Pastor und mit ihm der Visitator den baulichen Zustand gut. Demzufolge sind zwischenzeitlich bauliche Maßnahmen erfolgt. Ein halbes Jahrhundert geht dahin: Nun ist die Kirche dem Einsturz nahe. Der Pastor will den Gottesdienst nur noch in Wallenborn halten und für Versehgänge das Allerheiligste im Pfarrhaus aufbewahren. Es folgen lange Auseinandersetzungen zum einen mit Wallenborn, das sich picht fügen und den Beitrag zum Pfarrgehalt nicht zahlen will, zum anderen um den Standort der neuen Kirche in Salm. Zahlreiche Bewohner wollen die neue Kirche an der Stelle der alten entstehen sehen, der Pastor jedoch setzt sich durch sich mit seinem Vorschlag, die Kirche auf einer kleinen Anhöhe zu errichten. Es kommt zum Neubau in den Jahren 1826/27: ein stattliches Gebäude, das am 8. August 1830 gelegentlich der Visitation durch Bischof von Hommer eingewiehen wurde.

Die alte Kirche wurde schon im Jahre 1825 abgerissen. An deren Standort erinnert ein Kreuz am Straßenrand (Wegekreuz an der Unterdorfstraße, zwischen Anwesen R. Hoffman und H. Feltges).

Ausstattung der Kirche
Seit 1640 standen in der alten Kirche zwei Altäre, die 1743 dem Kirchenpatron St. Hubertus (abgelegtes Patrozinium seit 1640) und dem hl. Sebastianus geweiht waren. Der Hochaltar, am 21.4.1613 durch Weihbischof Georg von Helfenstein (1599 - 1632) wohl gelegentlich einer Visitation oder Firmung konsekriert, erhielt in der neuen Kirche zwei Nebenaltäre zu Ehren der Mutter Gottes und der hl. Gertrud mit der Maus. Im Jahre 1866 kaufte man in Ürzig, wo die Kirche erneuert wurde, für 150 Taler drei Holzaltäre, die in Salm zur Aufstellung kamen. Der Hochaltar ist ein etwa fünf Meter hoher Holzaltar mit geraden, über den gedrehten Säulen verkröpften Gesimsen, mit großem Tabernakel, auf dem links und rechts ein Engel kniet. An seiner Spitze ist ein Kreuz angebracht. Er stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Auf dem Tabernakel steht eine Holzfigur des hl. Maternus, auf dem Gesimse darüber Holzfiguren der hl. Margaretha, des hl. Hubertus und Sebastianus. Alle genannten Figuren sollen noch vom alten Altar von 1613 stammen. Die Engel zu beiden Seiten des Tabernakels sind seit Mitte der 50er Jahre nicht mehr vorhanden. Die Ürziger Seitenaltäre waren einfache Säulenaltäre aus Holz mit einer Nische in der Mitte und stammten aus dem 18. Jahrhundert. Sie standen an der linken und rechten Abschlußwand des Kirchenraumes. In der Nische des linken Altares stand eine gekleidete Muttergottesfigur, die bei der Einweihung der Kirche vom Bischof von Hommer beanstandet wird. Der damalige Pastor Wilhelm Heintz beschafft eine sehr gute Holzfigur der hl. Muttergottes von Anfang des 16. Jahrhunderts, die dann den Platz der Vorgängerin einnimmt. Der rechte Altar war der hl. Gertrud mit der Maus geweiht; obenauf stand eine Figur des hl. Josef. 

Beide Altäre sind bei den Erweiterungsarbeiten des Altarraumes beseitigt worden. Lediglich die Muttergottes aus dem 16. Jahrhundert ist erhalten. Sie befindet sich heute im bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum in Trier. (Inv.Nr.:BM 54,33) Dort, wo früher die beiden Seitenaltäre standen, befinden sich heute, jeweils auf Podesten, eine Herz-Jesu-Statue und eine Marienstatue (1954). Bischof Hommer monierte im Jahre 1830 nicht nur die Marienfigur, er wies auf das Fehlen eines Beichtstuhls hin und läßt den Pfarrer wissen, er habe einen anzuschaffen, der den Leuten ins Auge fallen soll. Daraufhin wurden zwei Beichtstühle besorgt! Der eine fand seinen Standort an der Stelle, wo sich heute der neue Beichtstuhl aus der Mitte der fünfziger Jahre befindet. Der andere wurde in der Nische aufgestellt, wo heute die Ehrentafel des Schützenvereins ihren Platz hat. Auf dem erstgenannten Beichtstuhl stand eine Statue des hl. Antonius (Antonius der Eremit). Sie fand später ihren Platz auf dem hl. Grab in der Nische hinter den Frauenbänken. Der zweite Beichtstuhl wurde von einer Figur des hl. Hubertus gekrönt. Beide Statuen und auch das hl. Grab sind nicht mehr erhalten. In der vorderen Fensternische rechts, wo heute das Taufbecken steht, befand sich bis Anfang der fünfziger Jahre eine prächtige Kanzel, aus Eiche gefertigt. Über ihren Verbleib ist nichts bekannt. Die Fenster der Frauenseite schmückten Bilder der hl. Agnes, Maria Königin und der hl. Elisabeth, die der Männerseite Aloysius, Christkönig und Hubertus. Zwei im Altarraum gegenüberliegende, durch eine Säule geteilte Bogenfenster wurden von Symbolen der vier Evangelisten bestimmt. Das linke und rechte Fenster im Eingangsraum hatten keine Widmung. Alle Fenster sind durch Kriegseinwirkung im 2. Weltkrieg zerstört worden. Heute sind auf der linken Seite die hl. Maria Goretti, die hl. Maria und die hl. Elisabeth von Thüringen zu sehen. Auf der rechten Seite findet man den hl. Aloysius, dem hl. Hubertus und unseren Bistumsheiligen Matthias. Die Fenster auf der linken Seite wurden durch Haussammlungen finanziert, die auf der rechten Seite sind Stiftungen (siehe Stiftermarken!). Die Altarraumfenster zu beiden Seiten sind zugemauert worden. Es bleibt zu hoffen, da?sie im Zuge der geplanten Restaurierungsmaßnahmen in alter Form wiedererstehen. 1.- An der Außenwand des Windfanges befindet sich ein Relief aus grauem Sandstein, laut Wackenroder datierend aus dem 17. Jahrhundert, in vorzüglichem Zustand. Abgebildet sind die Darstellung der Anbetung der hl. drei Könige und die Kreuztragung als Sinnbilder der Verherrlichung und Erniedrigung Christi. Bis zum Bau des Windfanges befand sich das Relief über dem Haupteingang. An alten kirchlichen sakralen Geräten ist zuerst die silbervergoldete Monstranz von 1608 zu nennen. Sie ist ein Geschenk des Kyllburger Bürgers Petrus von Salm, angefertigt im Auftrag der Eheleute Michael und Barbara Carl aus Kyllburg "ex dispositione quondam" heißt übersetzt: "auf ehemalige Anordnung". (Die Familie Carl war eine Schultheißenfamilie in Kyllburg und stammte aus Koblenz; zwei Mitglieder dieser Familie, Johann und Johann Matthias, erscheinen 1688 und 1713 als Lehrer an der Universität Trier.)

Die Monstranz ist noch ganz in gotischen Formen gehalten; ein sechsköpfiger Fu? zur Seite des Zylinders ein dünnes Strebsystem; auf der flachen Kuppel ein  Spitzentürmchen.
An Kelchen werden 1743 zwei genannt; einer aus Kupfer, der andere, weniger wertvoll, aus Zinn, gestiftet von Matthias Blum aus Salm. Aus dem Jahr 1777 stammt ein Ziborium mit einer Kuppe aus Silber.

1713 und auch später läuten zwei Glocken vom Kirchturm. Noch 1883 werden zwei in Brockscheid gegossene Bronzeglocken erwähnt, eine davon mu?1917 abgeliefert werden. Im Jahre 1921 wird die Glockengießerei Mark mit der Anfertigung von Bronzeglocken beauftragt, das Geläut besteht nun aus drei Glocken. Aus kriegswirtschaftlichen Gründen müssen diese 1943 gegen drei Stahlglocken eingetauscht werden.

Der Zweite Weltkrieg geht nicht spurlos an der Kirche vorüber und hinterläßt kurz vor seinem Ende große Schäden. Dank des großartigen Einsatzes von Pfarrer Heil und der Hilfe vieler wird alles wieder aufgebaut. Heute, 1996, macht die Kirche von der baulichen Substanz her einen zufriedenstellenden Eindruck, wohl sind einige erhaltende und verschönernde Maßnahmen notwendig. Für die kommenden Jahre ist eine Restaurierung des Hochaltars und des Innenraums vorgesehen.

Pfarrhaus

Bereitete der Bau des Gotteshauses dem Pastor schon mancherlei Schwierigkeiten, so waren sie bei der Erstellung des Pfarrhauses noch größer. War das Haus im Jahre 1713 noch in gutem Zustand, so ist bereits 1743 die Rede von Restaurationen, die ausgeführt werden sollen. Im Jahre 1830 ist der bauliche Zustand der Pfarrerwohnung nicht lobenswert. 1852 mußte das Haus niedergelegt werden. Zahlreiche Schreiben gingen nach Trier zur Diözese, die die Pfarrei lange Zeit nicht mehr mit einem Pfarrer besetzte. Im Jahre 1857 bitten Kirchenvorstand und Gemeinde das Bistum um eine Kirchenkollekte. Diesem Wunsch kam Bischof Wilhelm am 25. Feb. 1859 nach. Der Ertrag dieser Sammlung ergab 750 Taler. Dennoch vergingen noch einige Jahre bis zur Vollendung des Hauses, das dann mit der Neubesetzung er Pfarrei 1864 bezogen werden konnte. Es ist mit seinen acht Zimmern kein modernes Haus, hat aber gemütliche Räume.

Friedhof
In Salm lag der Friedhof immer um die Kirche herum, so auch bei der alten Kirche, die 1640 erwähnt wird. In einem Bericht von 1743 wird erwähnt, da? die Friedhofsmauer eingefallen sei, wohl zur Straße hin (heutige Unterdorfstraße). Als 1826 die neue Kirche entstand, legte die Pfarrei auch bei ihr einen neuen Friedhof an. Der alte Gottesacker blieb öde und ungepflegt liegen, bis Pfarrer Schramm (1836 - 1850) ihn einebnen lie? Der neue Friedhof ist konfessionell angelegt. Bischof Hommer benfizierte ihn gelegentlich einer Visitation am 7. August 1830. Im Jahre 1965 wurde der Friedhof erweitert und mit einer Umfassungsmauer versehen.
Dank der größeren Eigenständigkeit besa?Wallenborn seit langem (mit Sicherheit seit 1715) eine eigene Begräbnisstätte, die bei der Kapelle lag. Sie wurde 1894 und jüngst erweitert und am 23.3.1952 benefiziert. Außer den beiden Vikaren wurde in der Kapelle die Frau Margarethe Webers geb. Hees aus Heltermühle (Lothringen) begraben. Diese scheint eine Wohltäterin der Kapelle gewesen zu sein oder stand in verwandschaftlicher Beziehung zu dem früh verstorbenen Vikar Peter Hees, der gegen 1737 in Wallenborn amtierte.

Kirchenvermögen
Ein bescheidenes Kapital zum Unterhalt war stets vorhanden, reichte jedoch nicht für alle Bedürfnisse der Kirche aus. So läßt sich die Bemerkung aus dem Jahre 1743 erklären: "Das ewige Licht brennt nicht, da die Mittel fehlen". 1640 betrug das Kapital der Kirche 79 Taler, auch hatte sie 8 Schafe. 1713 ist das Kapitel auf 200 Taler angewachsen, das 1743 8 Taler Zinsen bringt.
Im 19. Jahrhundert sind notiert: 1830 ein Kapital von 309 Talern, 1869 von 1257 Talern und 1894 sind es 4342 Mark.
Landbesitzungen der Kirche waren kaum vorhanden: 1743 eine kleine Wiese, 1830 eine Wiese von 1 Morgen Größe; 1869 waren es 5 Wiesenparzellen und 2 Äcker, aber ohne viel Wert. Im Jahre 1885 bestand das Besitztum aus einem Acker und einem guten Morgen Wiese; 1951 waren es 2,38 ha Acker und Wiesen. 1974 besitzt die Kirchengemeinde Salm 10 ha 35 a, an Pfarrdotalgut sind vorhanden 23,56 a Acker und Wiesen.

Pfarrstelleneinkommen
Wie stand es um die Kompetenz des Pfarrers ? Als Vergütung einer Wochenmesse bezog im Jahr 1640 der Geistliche 7 Taler, er erhielt die Hälfte des Zehnten, 6 Fuder Heu, und er baute 6 Morgen Land.
1713 erbrachte der Anteil am Zehnt dem Pastor ca. 16 Malter Roggen und Hafer; er bebaute 18 Morgen Land, die einige Malter Frucht und 10 Fuder Heu einbrachten. Ferner erhielt er bei jeder Eheschließung je ein Sester Roggen und Hafer, doch sträubte er sich gegen die Wochenmesse, weil er für die zu der Zeit keine Vergütung empfing.
Ab dem Jahr 1743 erhielt der Pastor von jeder Ehe die Fruchtabgabe wie zuvor genannt, sodann 4 1/2 Taler für Anniversarien und Quatembermessen, vom Zehnt ca. 14 Malter Korn und Hafer; das Wittum betrug 14 bis 15 Morgen Land; die 8 Wiesen ließen 6 Fuder Heu erhoffen.
1802 kam Wallenborn zur Pfarrei; dort bestand bereits ein Wittumshof (Pfarrhof) für den Vikar. Nun stieg das Einkommen !
Im Jahr 1830 waren 21 Morgen Acker und 6 Morgen Wiesen, die der Pastor selbst bebaute, ferner 4 Morgen Wald. Er erhielt 500 frs. Staatsgehalt, 7 Taler Stolgebühren und von Wallenborn 70 Taler und die 30. Gabe aller Feldfrüchte. In diesen Jahren wurde das Pfarrzusatzgehalt von den Schöffen beschlossen (12.9.?835, am 13.11.1835 von der Regierung gebilligt). Es betrug 100 Taler, die zu 2 Drittel von Salm und zu ein Drittel von Wallenborn aufgebracht wurden. Am 14. März kam ein Zusatzvertrag zustande: Bürgeranteil Holz, freie Weide für 40 Schafe und je 6 Stück Vieh und Schweine.
Als Rom an Salm angeschlossen wurde, erhöhte man am 5. Sept. 1864 den Geldbetrag auf 111 Taler 22 Segresten. Am 22. August 1865 erfolgte eine letzte Regelung, wie es aus dem Jahr 1894 heißt, nämlich 450 Mark Pfarrzusatzgehalt. 1869 meldet der Pastor sein Einkommen an mit 38 Morgen Acker und Wiesen, die er selbst bebaut, 32 Taler von der Fabrik, 5 Taler Stolgebühren und 150 Taler Pfarrzusatzgehalt.
1894 beträgt das Gesamteinkommen 1059 Mark. Die Ländereien, die bereits genannt wurden, umfaßten im Jahr 1885 30 Morgen brauchbaren und 10 Morgen unfruchtbaren Landes.

Seelenzahl

Salm Wallenborn Rom Salmer Mühle Forsthaus
1687 ca. 100
1777 ca. 250
1826 254 253 15
1830 254 266 19 6
1869 440 332 82
1890 399 316 58 8
1910 405 393 63
1925 409 406 56
1937 421 428 69
1951 459 439 20

Patronatsverhältnisse

Da es an sicheren Quellen fehlt, ist eine genaue Darstellung schwierig. Nach einem Weistum vom 13. März 1347, das nur zum Teil erhalten ist, wissen wir, da?die Schöffen von Salm damals in Gegenwart des Junkers Wilhelm von Manderscheid, Herr zu Kail und Wartenstein, erklären, da?"von Kail oberster Herr zu Salm ist, alle Herrlichkeit über Mann und Bann (Flur), Wasser und Weide Gebot und Verbot hat". Salm gehört demnach damals zur Manderscheid-Kail'schen Linie und auch später, zwischen 1480 - 1742. Dieser Verbindung verdankt Salm die Erhaltung des alten Glaubens. Denn seit Wilhelm V. Zeiten (1330 - 45) war Kail ein Lehen der Herzöge von Luxemburg. Während die übrigen Linien der Manderscheider Grafen reformatorische Bestrebungen im Auge haben, bleibt diese Linie kirchentreu. Wenn wir 1570 erfahren, da?der Pfarrer sich weigert, das Tridentinische Bekenntnis abzulegen und bei der Versammlung der Priester in Kyllburg nicht zugelassen wird, ist dieser von den neuen Lehren infiziert, kann aber die neue Lehre in Salm nicht einführen, weil Salm eben Lehen der Herzöge von Luxemburg war und bleibt, die im alten Glauben standhaft beharren. Das Kollationsrecht ist im Besitz der Familie Manderscheid-Kail, scheint dann in die Hände kleinerer Edelleute übergegangen zu sein; 1640 nennt der Pastor als Kollator einen Herrn von Gonsterdorf, 1713 einen Herrn von Melbaum,  Hofrat des Erzbischofs von Trier, der zusammen mit dem Herrn von Roben das Kollationsrecht ausübt; 1743 wieder von Manderscheid (die Linie von Kail war 1742 ausgestorben), auch noch 1777 und bis zur Französischen Revolution, die durch ihr Übergreifen auf Deutschland der adligen Herrschaft ein Ende setzt. 

Der Ort Wallenborn, 1354 im Besitz einer Kapelle gehört nach dem Weistum von
1515, im Auftrag des Grafen von Diedrich von Manderscheid-Blankenheim durch den Pfarrer Jakob Schirmann aus Oberehe aufgezeichnet, zu drei Viertel denen von Zandt zu Merl (als Nachfolger der Herren von Winnenburg, die 1491 durch Graf Johann von Manderscheid-Blankenheim-Gerolstein mit Gütern in Wallenbom belehnt worden waren), und zu ein Viertel zur Herrschaft Krepen, deren Nachfolger ab 1681 das Haus Arenberg ist.
Im Jahre 1515 hat die Herrschaft von Zandt 14, die von Kerpen 3 Familien als Untertanen in Wallenborn, wo noch 1614 Karl von Manderscheid-Gerolstein sich als Herr von Wallenborn tituliert, obwohl der größte Teil denen von Zandt
zusteht. Als Nachfolger derer von Zandt wird 1720 Wilhelm Diedrich, Freiherr von Ahr, als Herr von Wallenborn genannt.

Bruderschaften

Die noch 1640 genannten drei Bruderschaften werden bald eingegangen sein, da
1743 keine mehr vorhanden ist. Daher wünscht der Visitator wenigstens die Einführung einer Bruderschaft, vielleicht der vom Heiligsten Herzen Jesu. 1777 erwähnt der Pastor die Christenlehr- und Todesangstbruderschaft, die sich dann länger halten sollte, denn 1830 ist jeden ersten Monatssonntag Bruderschaftsandacht, für die ein besonderer Gebetstext gedruckt ist. Auch ist ein kleiner Besitz von 31 Ar als Vermögen dieser frommen Vereinigung vorhanden. Obwohl die Christenlehrbruderschaft 1869 erneuert wurde, kann sie die Jahrhundertwende nicht überleben.

Wallfahrten und Prozessionen

Sie wurden wie in anderen umliegenden Orten veranstaltet; da 1743 über
Unordnungen geklagt wurde, dringt der Dechant auf gute Aufsicht, besonders bei Übernachtungen. 1830 besteht nur noch ein Bittgang nach Weidenbach. 1869 wallfahrtet das fromme Volk nach Klausen und Barweiler, 1951 nach Klausen, Barweiler, Koblenz und Trier. Ferner veranstaltet der Pastor (Pfr. Heil) seit 1944 eine Prozession zum Muttergottes-Bildstock, der heutigen Kapelle "Maria-Hilf". 

Stiftungen und Meßfundationen

Stiftungen und Meßfundationen erscheinen nur wenige: 17 13 und 17 19 in Salm
und Wallenbom nur jeweils eine neben einer Wochenmeßstiftung; 1743 scheint die Zahl gestiegen zu sein, da von Quatembermessen und Anniversarien die Rede ist, von denen der Pastor 4 112 Taler bezieht. 1830 werden in Salm 9 und in Wallenborn 10 Singämter und eine Stiftsmesse, in Wallenbom 3 bzw. 24 fundierte hl. Messen erwähnt.

Religiöse Haltung

Aus den Randbemerkungen erfahren wir aus dem Visitationsprotokoll von 17743,
da?die Pfarrkinder zum eifrigen Besuch der hl. Messe und zur Einhaltung der Sonn- und Feiertage angehalten werden, da?nächtliche Zusammenkünfte abzustellen sind (meist beim Viehhüten). Bereits in früheren Jahren klagen die Schöffen, da?das Kartenspiel, damals noch sehr verpönt, eingerissen sei. Aus dem Jahr 1830 heißt es, da? die sittliche Haltung nicht die beste sei; der Katechismusunterricht am Nachmittag wird von den meisten versäumt; Tanzveranstaltungen sollen nur an Kirmes durchgeführt werden. Doch auch Positives wird berichtet: An Sonntagen und im Winter wird jeden Abend der Rosenkranz gebetet, der im Winter besser besucht wird als im Sommer. 

1869 wird die religiöse Haltung ais gut bezeichnet. Nur einmal irn Jahr ist Tanz. Der Kirchenbesuch ist im Winter besonders gut und von Allerheiligen bis Ostern wird jeden Abend in der Kirche der Rosenkranz gebetet. Die Generalkommunion der Jugend wird 6 bis 7 mal, der Neukommunikanten 8 mal jährlich durchgeführt. In vielen Familien wird der Rosenkranz gebetet. Ein schönes Zeugnis für die Gemeinde ! Um den Glaubenseifer zu bestärken, findet für Salm und Weidenbach zugleich im Jahr 1861 eine Volksmission statt; eine letzte war nach dem Krieg 1946. Von der Spendung der hl. Firmung hören wir, da?1751 und 1792 dieses
Sakrament in Himmerod erteilt wurde 

Priester aus Salm
Marxn Franz-Josef, geb. 17.10.1790 in Salm, ord. 18.9.1819 in Metz, Kaplan in
Gerolstein, 1813 Pfarrer in Rommersheim; er erhält 1864 den "Roten Adlerorden". Wegen seiner Gebrechen resigniert er am 15.3.1872 mit einer Pension von 150 Talern. Er stirbt am 13. Mai 1872 im Pfarrhaus. Nach ihm verweigert der Kirchenrat das Zusatzgehalt, weshalb über längere Zeit in Rommersheim kein Pfarrer mehr residiert.

Heibges Matthias, geb. 15.11.1874 in Salm, ord. 26.3.1898 in Trier, Kaplan in
Illingen und Koblenz, 1901 Pfarrer in Monzelfeld; 1906 Vikar und 1909 Pfarrer in Landsweiler-Reden; 1917 Pfarrer in St. Wendel, 1929 Dechant; gestorben am 20. Januar 1947. 

Liebertz Rudolf, geb. 1928 in Salm, 1946 SVD, 1951 1. Gelübde, ordiniert ?

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